Im Frühjahr 2020 war er fast täglich auf den Bildschirmen — heute ist es ruhiger geworden um den Mann, den die Schweiz «Mister Corona» nannte. Doch wer fragt, was Daniel Koch heute macht, merkt schnell: Der Epidemiologe hat sich nicht zurückgezogen, sondern seine Rolle verlagert. Aus dem Behördensprecher wurde ein gefragter Berater und Referent.
Seine jahrzehntelange Erfahrung — vom IKRK-Einsatz in Krisengebieten über das BAG bis zur Pandemie — bleibt gefragt. Krisen verschwinden nicht, und Menschen, die sie gemanagt haben, erst recht nicht.
Daniel Koch heute: Berater statt Behörde
Daniel Koch heute arbeitet als selbstständiger Berater für Krisenmanagement und Krisenkommunikation. Er hält Vorträge als Referent, gibt Interviews und bringt sein epidemiologisches Wissen in beratende Mandate ein. Schon 2021 beriet er die UEFA als medizinischer Experte rund um die Fussball-Europameisterschaft.
Pensioniert ist Koch offiziell seit Mai 2020. Eigentlich hätte er bereits im Frühling 2020 in den Ruhestand treten sollen — doch die COVID-19-Krise liess keinen geordneten Abgang zu. Erst nach dem Ende der ausserordentlichen Lage zog er sich aus dem aktiven Dienst zurück.
Bücher und öffentliche Stimme
Seine Erfahrungen verarbeitete Koch auch schriftlich. Der Bestseller «Stärke in der Krise» (2020) erzählt seinen Werdegang vom Andenspital in Peru über die Bürgerkriege in Sierra Leone, Uganda und Ruanda bis zur Pandemie. Das Buch erschien auch auf Französisch und machte deutlich, dass hinter «Mister Corona» eine bewegte Lebensgeschichte steht.
Auch als Stimme zu öffentlicher Gesundheit, Pandemievorsorge und Krisenkommunikation bleibt Koch präsent — nüchtern und sachlich, wie man ihn aus den Pandemie-Jahren kennt.
Privat: Schwarzenburg, Familie und drei Hunde
Privat hat Daniel Koch eine neue Lebensphase begonnen. 2023 heiratete er die Ukrainerin Natalia, die er über die Flüchtlingshilfe kennenlernte. Das Paar lebt im bernischen Schwarzenburg, gemeinsam mit drei Hunden. Mehr dazu im Beitrag Daniel Koch Frau.
Sportlich tritt der frühere Marathonläufer und Canicross-Europameister nach zwei Schlüsselbeinbrüchen kürzer — die Hunde ziehen ihn heute vor allem noch auf den Skiern.
Was Blaulicht-Singles davon mitnehmen
Kochs Weg zeigt, dass Kompetenz in öffentlicher Gesundheit und Notfallmedizin über das Berufsleben hinaus gefragt bleibt — genau die Welt, in der Einsatzkräfte, Sanität und Pflege täglich arbeiten. Wer in solchen Berufen lebt, kennt unregelmässige Dienste und die Herausforderung, daneben ein Privatleben aufzubauen.
Für Bekanntschaften im Sanitäts- und Rettungsmilieu lohnt sich eine gezielte Partnersuche. Auf Blaulichtsingles.ch treffen sich Menschen, die Pikett und Nachtschicht selbst leben. Konkrete Tipps liefert die Seite Sanität — Partnersuche.
Den vollständigen Werdegang von «Mister Corona» lesen Sie im Hauptporträt Daniel Koch — «Mister Corona» und das Gesicht der Pandemie.

