Bild: © blaulichtsingles.ch (Symbolbild) — Martin Feifel spielte bei «Der Bergdoktor» den Mann, den alle hassten – Annes Vater Arthur Diestelmeier. Elf Jahre nach seinem Serien-Abgang spricht er offen über Karriere-Einbussen und ein Leben abseits des Gruberhofs.
Der Bergdoktor: Arthur Diestelmeier – Der Antagonist von Ellmau
Martin Feifel, am 16. Juni 1964 in München geboren, war von 2008 bis 2015 fester Bestandteil von «Der Bergdoktor». Als Arthur Diestelmeier – Annes Vater und ständiger Widersacher von Dr. Martin Gruber – sorgte er für Zündstoff in Ellmau. 2015 starb seine Figur: Diestelmeier brannte im Rausch seinen eigenen Hof nieder und kam dabei ums Leben.
Dass er explizit als Antipode zum guten Bergdoktor gecastet wurde, hat er selbst mehrfach betont: Der Serie habe es an Reibung gefehlt, sie sei zu viel heile Welt gewesen. Den Stinkstiefel mochte er dabei trotzdem – der Arthur sei im Grunde seines Herzens ein ganz lieber Kerl.
Vor seiner TV-Karriere hatte Feifel wenig mit dem Alpenidyll zu tun. Nach dem Abitur jobte er beim Zirkus Roncalli, wollte Clown werden – und gab das nach zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen auf. Ab 1987 studierte er dann Schauspiel an der Schauspielschule Bochum. Der Weg zum Serienbösewicht war lang.
Tatort, Bergretter, Oktoberfest – viele Rollen nach dem Gruberhof
Nach dem Serien-Aus blieb er beschäftigt. «Alarm für Cobra 11», «Der Staatsanwalt», «Die Bergretter», «Oktoberfest 1990» – eine lange Liste an deutschen Produktionen. Sein Markenzeichen wurden Krimireihen wie der «Tatort» mit zahlreichen Gastauftritten über die Jahre. Zuletzt heuerte er für einen Gastauftritt in der 24. Staffel von «SOKO Leipzig» an – oft sind es gerade diese Gastrollen, die schauspielerisch am meisten hergeben.
Er war sogar beim Casting für das Leipziger «Tatort»-Team dabei. Die Rolle bekam dann Martin Wuttke. Sein Kommentar: «Wenn heute nochmal ein Angebot käme, müsste ich darüber nachdenken. Die Gastrollen sind oft schauspielerisch spannender als die Ermittler-Parts.» Das klingt nicht nach Verbitterung, sondern nach Haltung.
«Seit Corona verdiene ich nur noch die Hälfte»
Da gibt es nichts zu beschönigen. «Seit Corona verdiene ich nur noch die Hälfte», sagte er offen gegenüber Bild. Und weiter: «Es funktioniert nur noch bei mir, weil meine Frau auch verdient.» Keine Entschuldigung, kein Lamentieren. Nur Klartext aus einer Branche, die selten darüber redet.
Dabei dreht Martin Feifel weiterhin aktiv. Für die ARD-Miniserie «37 Sekunden» – über Missbrauchsvorwürfe gegen einen bekannten Künstler – steht er neben Jens Albinus, Emily Cox und Paula Kober vor der Kamera. Ein Ausstrahlungstermin ist noch nicht bekannt.
Sein Beruf ist auch eine Frage der Stimme. Als Sprecher hat er sich seit Jahren einen zweiten Standbein aufgebaut – Synchronarbeit und Hörbücher gehören zu seinem Repertoire. Das federt ab, wenn die Angebote vor der Kamera weniger werden.
Schlagzeilen-Kompakt:
- Arthur Diestelmeier starb 2015 – brannte den Hof im Rausch nieder
- Mehr als zehn Tatort-Auftritte nach dem Bergdoktor-Aus
- «Seit Corona verdiene ich nur noch die Hälfte» – zu Bild
- ARD-Miniserie «37 Sekunden»: kein Ausstrahlungstermin bekannt
- Zweites Standbein als Sprecher und Synchronsprecher
Mehr zum Bergdoktor-Ensemble: Simone Hanselmann kehrt für Staffel 20 als Franziska zurück und Steffen Schröder stösst als neuer Darsteller zu Staffel 20.
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