Mit 13 Jahren verlor Ronja Forcher ihre beste Freundin Sarah. Nicht an Krebs, nicht an einem Unfall. Sarah starb an Progerie, einer Krankheit, bei der Kinder im Zeitraffer altern. Ronja stand damals schon vor der Bergdoktor-Kamera. In einem neuen Buch schreibt sie zum ersten Mal offen darüber.
Ronja Forcher und eine Kindheit mit frühem Ende
Ronja Forcher (29) spielt seit 2008 die Tochter von Hans Sigls Serienarzt Martin Gruber. Wer sie aus dem Bergdoktor kennt, kennt Lilli Gruber, die Tirolerin vom Gruberhof. Was die meisten nicht wissen: Ronja war selbst 13, als sie die schwerste Erfahrung ihres Lebens machte.
In einem Buch, das rund um die aktuelle 19. Staffel erschienen ist, schreibt Ronja Forcher über ihre Kindheitsfreundin Sarah. Die beiden wuchsen in Salzburg auf, waren untrennbar. «Wir waren Sarah und Ronja, und zusammen fühlten wir uns unbesiegbar», erinnert sie sich.
Sarahs Eltern wussten früh, dass das nicht lange halten würde. Als Sarah ein Jahr alt war, kam die Diagnose: Progerie.
Was Progerie bedeutet
Das Hutchinson-Gilford-Syndrom ist selten. Weltweit tragen derzeit rund 100 Kinder diese Diagnose. Ihr Körper altert fünf- bis zehnmal schneller als normal: Herzprobleme, Gefässverkalkungen, Schlaganfälle. Die meisten erkrankten Kinder werden 13 bis 15 Jahre alt.
Ronja Forcher: «Man kann nichts dagegen tun. Keines der betroffenen Kinder wird älter als 14, 15 Jahre. Eines wurde mal 18 Jahre.»
Trotzdem beschreibt sie die gemeinsamen Jahre mit Sarah als unbeschwert. Die Mütter waren füreinander Mütter, die Mädchen wie Schwestern. «Ihre Mama war meine, und meine war ihre. Sarah und ich — wir waren wie zwei Hälften eines Ganzen. Schwestern im Herzen.»
«An diesem Tag endete meine Kindheit»
Als Ronja Forcher bereits für den Bergdoktor vor der Kamera stand, kam die Nachricht. Sarah starb an einem Herzinfarkt, mit 13 Jahren.
«Als meine Eltern mir sagten, Sarah ist tot, veränderten diese drei Worte alles in meinem Leben. Nichts mehr war wie davor. An diesem Tag endete meine Kindheit», schreibt Ronja Forcher in ihrem Buch.
Am Rande: Auch Bergdoktor-Hauptdarsteller Hans Sigl verlor als junger Mann einen engen Freund. Die beiden sprechen selten darüber. Aber es verbindet sie.
Was Ronja Forcher aus dieser Freundschaft mitnahm
Im Schauspielgeschäft ist es leicht, sich in Rollen zu verlieren. Ronja Forcher scheint das weniger zu passieren als vielen anderen. Sie weiss, wer sie ist, auch wenn die Kamera aus ist. Sie selbst benennt, woher das kommt:
«Ich glaube nicht, dass ich all das geschafft hätte ohne meine Freundschaft und Erfahrung mit Sarah. Dadurch habe ich gelernt, was wirklich wichtig ist im Leben.»
Das klingt wie eine Floskel. Im Kontext klingt es anders.
Mehr über Ronja Forcher: So lebt sie privat in Potsdam und ihr Casting, das Hans Sigl zum Weinen brachte.
Weitere Bergdoktor-Hintergrundgeschichten gibt es in der Bergdoktor-Übersicht auf blaulichtsingles.ch.




