Vom Bodensee auf die Theaterbühne
Marko Keller — so sein bürgerlicher Name — wurde am 5. Mai 1965 in Überlingen am Bodensee geboren. Nach der Schule machte er zunächst eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, ehe er merkte, dass ihn die Bühne mehr zog als die Werkstatt. Von 1985 bis 1987 studierte er drei Semester an der Schauspielschule Freiburg — dann unterbrach der Grundwehrdienst alles. Was wie ein Umweg aussah, wurde zum Sprungbrett: Keller arbeitete drei Jahre als Leadsänger der Big Band der Bundeswehr und legte damit das Fundament für sein späteres Doppelleben als Schauspieler und Sänger.
Den ersten Funken zündete 1989 ein Fernsehauftritt in der Rudi Carrell Show, in der er Dean Martin imitierte — und das Publikum damit sofort gewann. Daraus entwickelte sich eine eigenständige Musikkarriere mit mehreren Solo-Alben, die ihn bis heute auf die Konzertbühne führt.
Alarm für Cobra 11 — und der Weg nach Tirol
Einem Millionenpublikum wurde Mark Keller durch die RTL-Actionserie «Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei» bekannt, in der er ab Mitte der 1990er Jahre als Kommissar André Fux zu sehen war. Die Rolle machte ihn zu einem der bekanntesten deutschen Fernsehgesichter — explosionsreiche Verfolgungsjagden inklusive.
2008 wechselte er von der Autobahn in die Berge: Seitdem spielt er Dr. Alexander Kahnweiler in der ZDF/ORF-Koproduktion «Der Bergdoktor» — als langjähriger Freund und Kollege von Hauptdarsteller Hans Sigl. Was als Nebenrolle begann, hat sich zu einem tragenden Charakter entwickelt: Kahnweiler ist der Gegenpart zu Grubers manchmal sperrigem Idealismus, der warmherzige, leicht zynische Weggefährte. Über 17 Jahre ist Keller nun Teil dieser Welt rund um den Wilden Kaiser — gedreht wird in Ellmau und Going in Tirol.
Privates: Patchwork am Bodensee
Abseits der Bergkulissen lebt Mark Keller in seiner Geburtsstadt Überlingen am Bodensee — bodenständig und nah an der Familie. Seit 1992 war er mit Tülin Keller verheiratet; das Paar hat zwei Söhne: Aaron (* 1993), der selbst als Schauspieler arbeitet, und Joshua (* 1996), der heute als Immobilienmakler tätig ist.
Als Tülin an Parkinson erkrankte, veränderte das die Familienstruktur grundlegend. Mark Keller trennte sich, lebte aber weiter mit ihr zusammen — aus Respekt, aus Verantwortung. Die Scheidung machte er erst Jahre später öffentlich, als er im Krankenhaus nach einer Hüftoperation lag und merkte, dass seine neue Partnerin Anna ihn nicht besuchen durfte. Er nannte die Offenlegung «ein Statement» — für Anna, für Ehrlichkeit.
Heute lebt er das, was er selbst «glückliche Patchwork-Familie» nennt: Die beiden Frauen verstehen sich, die Söhne sind präsent, Überlingen bleibt der Mittelpunkt. Eine Geschichte, die zeigt: Liebe muss nicht perfekt sein, um zu halten.
Mehr Bergdoktor-Hintergrundgeschichten zu Mark Keller und seinen Co-Stars findest du in der Bergdoktor-Übersicht auf blaulichtsingles.ch.








