Foto: SRF/Sava Hlavacek
Fast genau ein Jahr ist es her: Am 15. Juni 2025 lief «Rapunzel», der neunte Zürcher Tatort mit Anna Pieri Zuercher. Eine der ungewöhnlichsten Folgen des Duos.
«Tatort» Zürich «Rapunzel»: Mord auf dem Ütliberg
Am 15. Juni 2025 ermittelte Anna Pieri Zuercher als Kommissarin Isabelle Grandjean zum neunten Mal im Zürich-Tatort. Auf dem Ütliberg, Zürichs Hausberg, hängt eine junge Frau in einer Tanne, eine Hälfte ihrer langen, blonden Haare brutal abgetrennt. Der Fall führt Grandjean und Tessa Ott (Carol Schuler) in ein Milieu, das beide noch nie ermittelt haben: den internationalen Haarhandel. Der Vater der Toten ist Coiffeur, ein geheimnisvolles Perückengeschäft gerät in den Fokus.
Märchenhafte Atmosphäre, echter Thriller
Regisseur Tobias Ineichen, der schon «Blinder Fleck» und «Seilschaft» inszeniert hat, gibt «Rapunzel» eine kühle, fast surreale Grundstimmung. Das Drehbuch stammt von Adrian Illien, sein erstes Skript für den Tatort. Illien nimmt den Märchentitel ernst und zieht das Motiv Haar konsequent durch die ganze Handlung. In den Gastrollen: Bruno Cathomas und Sebastian Rudolph.
Calatrava-Bibliothek und Ütliberg-Steilhang
Gedreht wurde von Mitte Juni bis Mitte Juli 2024 in Zürich: auf dem Ütliberg, in der Unibibliothek der Universität Zürich (Santiago-Calatrava-Bau), im Wipkinger Quartier und an der Limmat. Anna Pieri Zuercher als Grandjean hat in dieser Folge einen der stärksten stummen Momente des Zürcher Tatorts: die erste Begegnung mit dem Tatort im Wald, allein, bevor Ott eintrifft.
«Rapunzel» ist am 15. Juni ein Jahr alt. Wer ihn verpasst hat, findet ihn in der SRF-Mediathek.
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