Am Sonntag läuft «Blinder Fleck» als Wiederholung auf Das Erste. Anna Pieri Zuercher zeigt einmal mehr: Im Tatort Zürich ist die Waffe selten aus Stahl.
Wenn die Drohne schneller ist als der Mörder
In «Blinder Fleck» (Erstausstrahlung: 24. September 2023) ermitteln Anna Pieri Zuercher als Isabelle Grandjean und Carol Schuler als Tessa Ott in einem Dreifachmord im Zürcher Oberland. Drei Erwachsene, hingerichtet. Einzige Zeugin: die sechsjährige Emma, die sich unter dem Rock ihrer toten Mutter versteckt hatte.
Was den Fall von einem gewöhnlichen Krimi unterscheidet: Die Opfer hatten gemeinsam an Software gearbeitet, die Gesichtserkennung von Überwachungskameras deaktivieren kann. Ein Mann mit einer Drohne löscht am Tatort Aufnahmen eines Motorrads. Tessa Ott sagt am Ende: «Ich hatte vor einer Drohne mehr Angst als vor einem Menschen.»
Drei Fälle, ein digitales Muster
«Blinder Fleck» ist kein Einzelfall. Anna Pieri Zuercher hat mit Carol Schuler drei Fälle gedreht, in denen Technik die eigentliche Waffe ist:
«Kammerflimmern» (28. September 2025, zehnter Zürich-Fall): Implantierbare Defibrillatoren werden gehackt. Rund 2400 Menschen in Zürich und Umgebung sind bedroht, ihre Herzgeräte können per Fernzugriff ausgelöst werden. Die Täter fordern 317 Millionen Dollar. Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler ermitteln gegen einen Gegner, der seine Opfer nie persönlich treffen muss.
«TrueScaryTales» (Drehschluss: Juni 2026, Regie: Torsten C. Fischer): Ein True-Crime-Content-Creator wird ermordet, seine Schwester verschwindet. Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler ermitteln in der Social-Media-True-Crime-Szene. Technologie ist hier nicht das Tatmittel, sondern die Bühne.
Seit «Blinder Fleck» landet das Zürcher Duo immer wieder bei Fällen, in denen die Technik den Mord vorbereitet oder gleich selbst ausführt.
«Blinder Fleck» wiederholt Das Erste am Sonntag, 21. Juni 2026, um 20:15 Uhr. Auch auf SRF 1{rel="nofollow"} und in der ARD Mediathek.




