Hans Sigl steht nicht als Bergdoktor am Wilden Kaiser, sondern als Menschenrechtsaktivist unter falschem Namen in Lissabon. Im ZDF-Thriller «Flucht aus Lissabon» zeigt der Schauspieler eine Seite, die Fans so nicht von ihm kennen.
Hans Sigl als Menschenrechtsaktivist gegen Deep Fakes
In dem Polit-Thriller spielt Hans Sigl den ehemaligen Anwalt und erfahrenen Fluchthilfe-Spezialisten Tom Fährmann. Nach einem gescheiterten Interpol-Einsatz lebt er unter falscher Identität in London, bis das Bundeskriminalamt ihn reaktiviert.
Seine Mission: die IT-Whistleblowerin Sophia Moreno (Hana Sofia Lopes) sicher aus Lissabon herausholen. Sophia besitzt eine Software, mit der sich Präsidentschaftswahlen im afrikanischen Staat Kitwana durch Künstliche Intelligenz und Deep Fakes manipulieren lassen. Wer die Software kontrolliert, kontrolliert die Wahl.
Als ihr siebenjähriger Sohn von einer Hackerorganisation entführt wird, steht Tom vor einem unmöglichen Dilemma: Software übergeben oder fliehen?
Hans Sigl über die Gefahr von Deep Fakes
Der Bergdoktor-Star wählte diesen Stoff bewusst. Hans Sigl sagte dazu: «Wir sehen eine grosse Überforderung auf uns zukommen. Künstliche Intelligenz kombiniert mit Fake News, eine Kombination, die verschiedene Gesellschaftsformen gefährden kann, darunter auch Demokratien.»
Er hofft, dass der Film Zuschauer dazu bringt, «grundsätzlich kritischer bei vermeintlichen News zu sein.» In einer Zeit, in der Deep Fakes täuschend echte Videos erzeugen, trifft diese Botschaft einen Nerv.
Starke Quoten für ein brisantes Thema
Die ZDF-Erstausstrahlung am 17. März 2025 sahen 5,83 Millionen Zuschauer, ein Marktanteil von 22,8 Prozent. Regisseurin Steffi Doehlemann inszenierte den 90-minütigen Thriller nach einem Drehbuch von Hans-Hinrich Koch. Es ist Sigls dritter eigenständiger TV-Thriller nach den Produktionen von 2019 und 2022. Der Film läuft weiterhin in der ZDF Mediathek.
Mehr über Hans Sigl: Das grosse Staffel-20-Geheimnis und Sigls Gedanken über einen möglichen Abschied.




