Foto: ZDF/Nadine Rupp
Fast 30 und zwei Drittel ihres Lebens vor der ZDF-Kamera: Ronja Forcher spricht über den 7. Juni, ihren Mann Felix, eine Freundin die sie nie vergessen hat — und warum Berliner Brezen eine Zumutung sind.
Der Bergdoktor: Ronja Forcher — Fast 30 und bereit für die besten Jahre
Ronja Forcher spielt Lilli Gruber in «Der Bergdoktor» — seit 2008, seit fast zwei Dritteln ihres Lebens. Jetzt ist sie 29 und kurz vor einem Meilenstein. «Ich freue mich auf meinen 30. Geburtstag am siebten Juni», sagt sie im BILD-Interview. «Meine Schwiegermutter sagt, die Dreissiger seien die besten Jahre. Man weiss mehr, was man will, kann besser Grenzen setzen. Ich merke das jetzt schon.» Gefeiert wird irgendwo zwischen Tirol und Berlin, am liebsten auf einem Weingut.
Was bei ihr jetzt klar ist: Sie ist nicht Lilli. «Ich sehe Lilli als dritte Person. Sie hat mein Gesicht, meine Stimme. Aber sie ist nicht ich.» Das klingt eindeutig — war aber ein langer Weg. Dabei hat ihr Mann Felix Briegel geholfen. Zehn Jahre zusammen, seit 2022 verheiratet. Sie leben oft getrennt, er in Berlin, sie viel unterwegs. «Wir telefonieren jeden Tag. Und wenn wir uns wiedersehen, dann leuchten wir.» Das sei keine Selbstverständlichkeit. «Es ist eine Entscheidung füreinander. Jeden Tag aufs Neue.» Kinder? «Derzeit sind wir glücklich, wie es ist. Das behalten wir für uns.»
Oma Heidi, eine verlorene Freundin und das Leben danach
Zwei Menschen haben Ronja geprägt wie keine anderen. Da ist Oma Heidi — 87 Jahre alt, wandert noch auf Berge, hat mit Ronja den Jakobsweg gemacht. «Sie hat mich zu den Dreharbeiten begleitet. Sie hat mal gesagt, dass ich sie gerettet habe — weil sie so ein schweres Leben hatte.» Und dann ist da Sarah, ihre beste Freundin aus der Kindheit. Sie starb mit 13 an Progerie. Ronja war elf. «Mit Sarah ist meine Kindheit zu Ende gegangen. Ich habe mich verloren. Und es hat Jahre gedauert, bis ich wieder zu mir gefunden habe.» 2025 schrieb sie ein Buch über diese Freundschaft. Bei der Lesung in Innsbruck sass Sarahs Mutter in der ersten Reihe und weinte. Ronja auch.
Singen, schreiben, moderieren — und die Lilli ist nur eine von vielen
Auf die Lilli Gruber reduziert werden? Das ist ihr Alptraum von gestern. «Ich will gar nicht nur Schauspielerin sein. Ich bin Mensch in der Öffentlichkeit. Ich darf singen, schreiben, moderieren.» Das alles sei ohne «Der Bergdoktor» nicht denkbar gewesen. «Ich fühle mich manchmal wie ein Kind auf einem Spielplatz, das vieles ausprobieren darf.» Dazu gehört auch, Entscheidungen zu treffen, die manche überraschen. 2017 posierte sie für den «Playboy». «Ich hatte so viele Glaubenssätze in mir. Über meinen Körper. Über Weiblichkeit. Aber ich wollte das abstreifen.» Heute sagt sie: Es war richtig.
München, Brezen und die rote Abendsonne
Privat wohnt die «Der Bergdoktor»-Darstellerin in Potsdam. Trotzdem zieht es sie regelmässig nach München. Der erste Grund klingt simpel: Brezen. «Selbst beim Bäcker in Berlin sind die furztrocken und total hart», sagt sie ohne Umweg. Dann aber kommt der zweite Grund: die Abendsonne. «Ich bin oft zur Abendstunde in München. Jedes Mal fällt mir diese rote Sonne auf, die so schön untergeht über der Stadt mit den ganzen Kirchtürmen. Das liebe ich.» München sei kulturell mit Tirol verwandt, findet sie. Meist reist sie beruflich an — aber sie gibt zu: «Vielleicht sollte ich auch mal privat herkommen.»
Schlagzeilen-Kompakt:
- Ronja Forcher feiert am 7. Juni 2026 ihren 30. Geburtstag — Weingut-Party geplant
- Ehemann Felix Briegel: seit 2022 verheiratet, telefonieren täglich trotz Distanz
- Buch 2025 über beste Freundin Sarah, die mit 13 Jahren an Progerie starb
- Oma Heidi (87) wanderte mit ihr den Jakobsweg — «Sie hat mich gerettet»
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