«Tatort: Blinder Fleck» lief am 21. Juni 2026 als Sommer-Wiederholung auf Das Erste. Die Diskussion um die Episode mit Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler ist so lebhaft wie damals. Was sagten die Kritiker?
Deutsche Feuilletons gespalten über Anna Pieri Zuercher
Die deutschen Medien reagierten sehr unterschiedlich. Der «Spiegel» urteilte klar ablehnend: «4 von 10 Punkten. Drohnenkrieg und Völkermord sprengen den Rahmen dieses Zürcher Krimis.» Die «Süddeutsche Zeitung» sah die Folge immer wieder «hart am Rand einer Soap». «Die Zeit» sprach von einem «lahmen Fall voller verschenkter Momente», und der «Merkur» titelte: «Eine lahme Luftnummer.»
Deutlich positiver fiel die FAZ aus. Sie beschrieb «Blinder Fleck» als «vielschichtigen, souverän gespielten und hochaktuellen Film über kaum zu bewältigende Kriegstraumata». SWR3 nannte ihn «einen soliden Krimi». Auf tatort-fans.de jubelten die Zuschauer: «Interessante Geschichte, das Team wird immer sympathischer.»
Quoten: Anna Pieri Zuercher und das Publikum
Trotz gespaltener Feuilletons wurden die Zahlen zum Argument. Bei der Erstausstrahlung am 24. September 2023 schalteten in Deutschland 8,31 Millionen Zuschauer ein. Marktanteil: 30,1 Prozent. Damit war «Blinder Fleck» der erfolgreichste Schweizer Tatort seit 1993. In der Schweiz sahen 390.000 Menschen zu, das entspricht 29,3 Prozent Marktanteil.
Anna Pieri Zuercher als Grandjean und Carol Schuler als Tessa Ott zeigen, was das Zürcher Duo kann. Ob die Feuilletonisten spotten oder jubeln, das Publikum bleibt dran. Die Szene, in der Anna Pieri Zuercher als Grandjean für die sechsjährige Ella singt, ist vielen Zuschauern bis heute in Erinnerung.
Wer die gestrige Wiederholung verpasst hat, findet «Blinder Fleck» in der ARD Mediathek und auf Play SRF. Ab September 2026 läuft «Schuldig», der zwölfte Zürcher Fall mit Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler.




