Bild: © SRF/Pascal Mora
Der Tatort Zürich ist mehr als ein Krimi — er ist das Porträt zweier Frauen, die echte Freundschaft unter Druck beweisen. Was Carol Schuler und Anna Pieri Zuercher im Interview mit der Schweizer Illustrierten verraten, trifft mitten ins Herz — auch für Singles bei der Polizei.
Tatort Zürich: Sechs Jahre, eine echte Freundschaft
Wenn sich Carol Schuler und Anna Pieri Zuercher am Set treffen, umarmen sie sich. «Come stai, amore?» — Carol auf Italienisch zu Anna. Das ist kein PR-Auftritt, das ist echte Verbindung. Seit 2020 spielen die beiden Schweizer Schauspielerinnen im Tatort Zürich das Ermittlerinnen-Duo Tessa Ott und Isabelle Grandjean. Sechs Jahre später haben sie nicht nur ein eingespieltes Ermittler-Team aufgebaut — sie sind Freundinnen.
Im Interview mit der Schweizer Illustrierten zeigen Schuler (38) und Zuercher (46) wie selten, wie unterschiedlich sie sind — und gerade deshalb so gut funktionieren.
Carol Schuler, Winterthurerin mit Wohnsitz in Zürich und Berlin, ist die Spontanere. Sie kommt zwei Minuten zu spät, macht neben der Schauspielerei Musik und lädt ihre Batterien auf, indem sie reist oder Freunde trifft. Am glücklichsten ist sie, wenn sie kreativ sein kann.
Anna Pieri Zuercher, aus der Westschweiz, angereist aus Lausanne, erscheint zwei Minuten zu früh. Sie braucht noch mehr Ruhe als Carol. Meditieren, spazieren, kochen, lesen — das ist Annas Ausgleich zur intensiven Arbeit am Set.
Unterschiedliche Charaktere, eine gemeinsame Stärke
Die Frage, wer von beiden das Rampenlicht mehr geniesst, beantwortet Carol direkt: «Wir sind Schauspielerinnen, natürlich lieben wir beide das Rampenlicht. Aber wenn wir nicht drehen, ziehe ich mich auch gern zurück.»
Anna ergänzt: «Ich glaube, ich brauche sogar noch mehr Ruhe als Carol. Ohne Rückzug macht mir auch das Rampenlicht keinen Spass.»
Diese Offenheit über eigene Grenzen und Bedürfnisse ist selten in der Öffentlichkeit. Und sie erklärt, warum die Chemie zwischen Ott und Grandjean so überzeugend wirkt: Weil sie echt ist.
Am Set zählt nur die Arbeit
Der Titel des Interviews bringt es auf den Punkt: «Eitelkeit hat am Set keinen Platz.» Das ist keine leere Floskel. Der Tatort Zürich verlangt volle Konzentration — körperlich, emotional, psychologisch. Beide Schauspielerinnen wissen das. Sie stehen sich bei Drehs bei, sind ehrlich miteinander, wenn etwas nicht funktioniert, und halten sich gegenseitig den Rücken frei.
«Wir sind Freundinnen. Während der Dreharbeiten sehen wir uns ständig», sagt Anna. In Pausen, wenn beide viel reisen, gibt es Monate ohne persönliches Treffen. Aber die Verbindung hält.
Aus derselben Serie empfehlen wir auch Carol Schuler — Neue EP und ihr Doppelleben als Musiker und Anna Pieri Zuercher — Filmpreis-Nominierung für Regie-D — beides Tatort Zürich-Hintergrundgeschichten jenseits der Folgen.
Mehr Tatort Zürich-News über die Darsteller abseits der Kamera findest du in der Tatort Zürich-Übersicht auf blaulichtsingles.ch.

