Fünf Jahre Ensemble-Arbeit, vier Folgen, null gesprochene Worte. «Das Manko» mit Carol Schuler hat bereits zwei Festivalpreise gewonnen — und Deutschland hat die Serie noch nicht einmal gesehen.
Carol Schuler in «Das Manko»: Wenn Sprache verboten ist
Ab 13. Juli 2026 läuft «Das Manko» in der ZDF Mediathek — und Carol Schuler spielt die Figur «Horror Manko». Nicht Grandjean, nicht Tessa Ott. Jemand völlig anderen: eine von elf inkompetenten Behördenangestellten, die durch eine absurde Verwechslung in ein Führungskräfte-Weiterbildungsprogramm landen.
Das Besondere: Kein einziges gesprochenes Wort. Vier Episoden à 15 bis 20 Minuten, erzählt ausschliesslich durch Körpersprache, Mimik und Slapstick.
Carol Schuler gehört zum elfköpfigen Kollektiv «Manko GbR» — die Schauspielerinnen und Schauspieler haben das Drehbuch gemeinsam geschrieben und die Charaktere selbst entwickelt. «Am Anfang stand die Idee einer eigenen Serie. Fünf Jahre später sind die ersten Folgen endlich im Kasten», schrieb sie auf ihrer Website.
Vom Tatort-Verhör zum Slapstick
Als Kommissarin Tessa Ott im Tatort Zürich lebt Carol Schuler von Dialogen — Verhören, Konflikten, Druckgesprächen. In «Das Manko» ist das verboten. Die Geschichte erzählt sich über Mimik, Körpersprache und absurde Situationskomik. Regisseur Arne Feldhusen («Der Tatortreiniger») kennt das Genre: stumme Komödie im deutschen Behörden-Setting.
Preise vor dem Sendestart
Dass die Serie funktioniert, hat sie auf zwei Festivals bewiesen: Im März 2026 gewann «Das Manko» beim Séries Mania in Lille den Regie-Preis. Im Juni 2026 folgte der Hauptpreis der Official Competition beim Seriencamp Festival in Köln.
Die lineare TV-Premiere folgt am 17. August 2026 ab 0:10 Uhr im ZDF. Danach wartet «Schuldig» im Herbst 2026 — Carol Schuler kehrt als Kommissarin Tessa Ott zurück, wenn die Tatort-Sommerpause am 13. September endet.




