Wenn in der Deutschschweiz jemand vom «Doktor aus dem Puls» spricht, ist über ein Jahrzehnt lang dieselbe Person gemeint gewesen: Thomas Kissling. Zehn Jahre war er der «Puls-Hausarzt» am Schweizer Fernsehen — der ruhige, geduldige Arzt, der die Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer ernst nahm und medizinische Themen so erklärte, dass sie am Küchentisch verstanden wurden.
Seine Geschichte ist mehr als eine Fernsehkarriere. Sie zeigt, wie aus jahrzehntelanger Hausarztpraxis Vertrauen wird — und warum genau dieses Vertrauen auch dann zählt, wenn es nicht um Medizin geht, sondern um Nähe, Beziehung und die Suche nach passenden Bekanntschaften.
Hausarzt aus Leidenschaft — seit 1988
Anders als viele Fernsehärzte ist Thomas Kissling vor allem eines geblieben: praktizierender Hausarzt. Seit 1988 führt er seine eigene Praxis in Mühleberg im Kanton Bern. Vor der Niederlassung sammelte er klinische Erfahrung in mehreren Disziplinen, bevor er den Facharzttitel für Allgemeinmedizin erwarb und seine Praxis eröffnete.
Genau diese Bodenständigkeit prägt sein Bild in der Öffentlichkeit. Kissling war nie der abgehobene Spezialist, sondern der Arzt von nebenan — jemand, der seine Patientinnen und Patienten über Jahre begleitet, der Geschichten kennt und der weiss, dass Medizin mehr ist als eine Diagnose. Wer den ganzen Menschen im Blick behält statt nur ein einzelnes Organ, kann später Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern Gesundheit auf Augenhöhe erklären.
Zu seiner Arbeit am Krankenbett kommt die Lehre: Kissling ist Dozent für Hausarztmedizin an der Universität Bern und gibt sein Wissen an die nächste Generation weiter. Hausarztmedizin sichtbar und attraktiv zu machen, war ihm immer ein Anliegen — ein roter Faden, der sich durch Praxis, Lehre und Fernsehen zieht.
Der «Puls-Hausarzt»: zehn Jahre, 337 Sendungen
Am 7. August 2008 hatte Thomas Kissling seinen ersten Auftritt als «Puls-Hausarzt» in der SRF-Gesundheitssendung «Puls». Was als Expertenrolle begann, wurde zur festen Institution: Über zehn Jahre war er in insgesamt 337 Sendungen zu sehen und damit das vertraute medizinische Gesicht des Formats.
Seine Aufgabe war so einfach wie anspruchsvoll: dem Publikum auf offene Fragen konkrete, alltagstaugliche Antworten geben. Statt mit Fachlatein zu beeindrucken, übersetzte Kissling komplizierte Sachverhalte in eine Sprache, die jeder versteht. Vorsorge, Beschwerden, Behandlungen, heikle Themen — er verhandelte alles sachlich, ruhig und nahbar. Genau das machte ihn zum Vertrauensanker einer ganzen Sendung.
«Puls» selbst gehört zu den Klassikern des Schweizer Fernsehens und informiert seit Jahrzehnten Woche für Woche über Gesundheitsthemen. Dass ein einzelner Hausarzt über ein Jahrzehnt das wiederkehrende Gesicht dieses Magazins sein durfte, sagt viel über Kisslings Glaubwürdigkeit aus.
Kisslings Stärke war nie nur das Wissen, sondern die Übersetzung: Er machte Medizin nahbar, ohne sie zu verflachen. Vertrauen entsteht dort, wo Kompetenz auf echte Verständlichkeit trifft.
Der Abschied — und warum er konsequent war
Am 11. Juni 2018 verabschiedete sich Thomas Kissling nach 337 Sendungen vom «Puls»-Publikum. Seine Begründung war typisch für ihn: Den Job des «Puls-Hausarztes» könne nur jemand machen, der selbst aktiv in der Praxis stehe. Da er seine eigene Praxis Ende 2018 aufgab, war es für ihn logisch, auch das Fernsehengagement zu beenden.
Diese Haltung ist bezeichnend. Für Kissling kam die Glaubwürdigkeit immer aus der echten Arbeit am Patienten — nicht aus dem Studiolicht. Lieber sauber aufhören, als eine Rolle spielen, die man nicht mehr lebt. Es ist dieselbe Ehrlichkeit, die ihn über zehn Jahre so glaubwürdig gemacht hatte.
Thomas Kissling vertieft: Praxis und «Puls»
Hinter der Fernsehfigur stehen zwei Geschichten, die seine Glaubwürdigkeit erklären. Wer tiefer einsteigen will, findet hier die beiden Schwerpunkte:
- Thomas Kissling Praxis: Hausarzt in Mühleberg — über drei Jahrzehnte eigene Hausarztpraxis im Kanton Bern, der Werdegang von 1981 bis zur Pension 2018 und warum die Praxis das Fundament für alles andere war.
- Thomas Kissling Puls: 10 Jahre, 337 Sendungen — die ganze Geschichte seiner SRF-Rolle von 2008 bis 2018, sein Abschied und der «Ratgeber» auf Radio SRF 1 danach.
Was Thomas Kissling mit Dating zu tun hat
Auf den ersten Blick nichts — auf den zweiten erstaunlich viel. Kisslings Wirkung beruhte auf drei Dingen: Verständlichkeit, Geduld und echte Nähe. Genau diese drei Werte entscheiden auch darüber, ob aus einem ersten Kontakt eine echte Beziehung wird.
Wer im Sanitäts- und Gesundheitswesen arbeitet, kennt die Hürden bei der Partnersuche aus dem eigenen Alltag: Schichtdienst, Pikett, Nachtwachen, emotionale Belastung. Ein abgesagtes Date ist hier kein böser Wille, sondern Berufsrealität. Das versteht nicht jeder — und genau deshalb lohnt sich ein Umfeld, in dem man sich nicht ständig erklären muss. Wer gezielt nach Bekanntschaften mit Menschen sucht, die diesen Takt teilen, ist auf spezialisierten Plattformen besser aufgehoben als in der breiten Masse.
Hier setzt Blaulichtsingles.ch an: eine Plattform für Menschen aus dem Rettungs- und Gesundheitswesen, die Schichtarbeit nicht erklären, sondern leben. Wer selbst in der Sanität oder Pflege arbeitet, findet auf Singles & Partnersuche Sanität konkrete Strategien für die Partnersuche im Schichtdienst — und Geschichten von Menschen, die genau das geschafft haben.
Wer als Mediziner sucht, findet im Guide Partnersuche für Mediziner den passenden Einstieg; wer das Kennenlernen unter Ärzten spannender findet, liest Arzt-Dating zwischen Klinik und Couch.
So wie Thomas Kissling Gesundheit nahbar gemacht hat, geht es bei der Partnersuche im Gesundheitswesen um Nahbarkeit: ehrlich kommunizieren, was der Beruf bedeutet, und ein Gegenüber finden, das diesen Alltag mitträgt statt infrage stellt.
Ein bleibendes Gesicht der Schweizer Hausarztmedizin
Thomas Kissling hat etwas geschafft, das selten gelingt: einen Beruf bekannt und nahbar zu machen, ohne ihn zu trivialisieren. Vom Hausarzt in Mühleberg über den Hörsaal in Bern bis ins Studio von «Puls» — sein Weg steht für die Verbindung von Fachwissen und Menschlichkeit.
Diese Verbindung macht ihn zu einem würdigen Teil unserer Reihe über die Promi-Ärzte der Schweiz, in der wir Mediziner porträtieren, die weit über ihre Praxis hinaus Wirkung entfalten. Denn ob am Bildschirm oder im echten Leben: Wer Vertrauen schafft, baut Beziehungen — zu Patientinnen, zu Zuschauern und manchmal auch zur Liebe.

