Foto: rebeccaimmanuel.com
Rebecca Immanuel tritt am 14. Mai 2026 bei den Schwetzinger SWR Festspielen auf. Nicht als Sängerin, sondern als Rezitatorin. Neben ihr am Flügel: Sophie Pacini.
Rebecca Immanuel liest bei den SWR Festspielen
Die Schwetzinger SWR Festspiele laufen seit 1952 im Schloss Schwetzingen. Klassik, Oper, Literatur, vier Wochen lang. Das Motto 2026 lautet «Haltung». Rebecca Immanuel ist dieses Jahr dabei, in einer Rolle, die nichts mit Dr. Vera Fendrich zu tun hat.
Sie tritt zweimal auf: am 14. Mai 2026 um 11:00 Uhr und am 20. Mai 2026 um 19:30 Uhr, jeweils im Mozart-Saal des Schlosses. Das Programm heisst «Frauenbilder». Immanuel übernimmt die Rezitation. Sie liest literarische Texte, während Sophie Pacini am Klavier spielt.
Das Programm «Frauenbilder»
Sophie Pacini wurde 1991 in München geboren und studierte als Hochbegabte am Salzburger Mozarteum. Auf dem Spielplan stehen Werke von Clara Schumann, Robert Schumann, Johannes Brahms, Chaminade, Hensel und Franz Liszt. Das Programm beleuchtet Frauenbilder in Musik und Literatur, von der Romantik bis ins frühe 20. Jahrhundert.
Immanuels Lesung verzahnt die Musikstücke. Rezitation ist nicht Schauspiel, nutzt aber ähnliche Mittel: Stimme, Rhythmus, Präsenz. Wer sie als pointierte Dr. Vera Fendrich kennt, sieht hier eine ruhigere Seite.
Rebecca Immanuel, die man kaum kennt
Immanuel singt, spielt Gitarre und hat eigene Songs veröffentlicht. In Interviews hat sie gesagt, Musik sei «wirtschaftlich kaum tragfähig», aber nicht loszulassen. Sie begleitet Bekannte zu Arztterminen, weil klinische Abläufe sie faszinieren. Sie lebt in Berlin und hält ihr Privatleben weitgehend aus den Medien heraus.
Der Auftritt in Schwetzingen passt dazu: kein grosses Showformat, kein Millionenpublikum. Ein Festivalsaal, klassische Musik, literarische Texte. Genau das scheint sie zu wollen.
Parallel dreht sie seit Ende April die Staffel 20 des «Bergdoktor» in Ellmau am Wilden Kaiser. Dieser Festspielauftritt liegt mitten in den Dreharbeiten.
Was das mit Blaulicht zu tun hat
Vera Fendrich sagt, was sie denkt. Entscheid, Aktion, weiter. Wer im Rettungsdienst oder in der Pflege arbeitet, kennt diesen Modus gut.
Was in Schwetzingen anders ist: Rezitation braucht Langsamkeit. Ein Text entfaltet sich, Sätze brauchen Raum. Das ist die Fähigkeit, die im Rettungsalltag selten Platz hat. Der Moment nach dem Einsatz, das Zuhören, das Innehalten.
Das Publikum in Schwetzingen ist ein anderes als das ZDF-Stammpublikum. Dieselbe Person steht trotzdem auf der Bühne. Die Frau, die danach wieder nach Ellmau fährt und Dr. Vera Fendrich spielt.
Auf blaulichtsingles.ch treffen Menschen aus Rettungsdienst, Pflege und Sanität auf Leute, die diesen Alltag kennen. Keine langen Erklärungen, warum der Samstagabend wegfällt. Wer Vera Fendrich schätzt, weil sie klar und direkt auftritt, erkennt darin vielleicht etwas vom eigenen Berufsalltag.
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